Besuch bei José Gil, Rioja

🌧 Dienstag. Regen begleitet mich aus Burgos Richtung Süden – doch der Tag verspricht Großes. In San Vicente de la Sonsierra, an der Grenze von Rioja Alta und Alavesa, wartet ein alter Freund: José Gil – Winzer, Visionär, Pionier.

Seine Weine? Keine Reservas, keine Crianza-Stempel. Ortsweine, Lagenweine, Terroir pur. Ganz ohne Show, ganz mit Inhalt. José baut nicht auf Etiketten – sondern auf Herkunft. Handarbeit, Einzelpfahl, französische Barriques. Er denkt Rioja burgundisch. Und die Weinwelt horcht auf.

🍇 Gemeinsam fahren wir in die Reben – Einzelpfahlerziehung, neue Parzellen, Biodiversität. Alles mit José, seiner Frau Vicky und einem Mitarbeiter. Mehr braucht es nicht. 35.000 Flaschen. Qualität über Volumen.

Dann: Kellerzeit. Tief im Bauch des Castillo Fortaleza, hoch über San Vicente. Hier, wo früher nur ein einziges Fass stand, reifen heute Weine mit internationaler Strahlkraft. Wir verkosten Fassproben, darunter ein elektrisierender Viura ’23 – salzig, exotisch, klar. José sagt: „Mein bester bisher.“ Ich glaube ihm sofort.

🍷 Seine Weine erzählen vom Wind, vom Licht, von der Stille der Reben. Sie flüstern Terroir – und doch hallen sie nach. Rioja, neu gedacht. International gefeiert. Tief verbunden mit den Wurzeln.

Zum Abschied umarmen wir uns. Freunde, nicht Geschäftspartner. Und ich weiß: Wir sehen uns bald wieder. Bis dahin? Öffne ich eine Flasche. Und erinnere mich an diesen Tag, der mehr war als nur ein Besuch. ✨

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